CLEVERMOBIL hat jeweils Projekt für Grundschulen und Kindertagesstätten entworfenDer dramatische Nachwuchsmangel beispielsweise in Ingenieurberufen weist seit langem darauf hin, wie wichtig es ist, junge Menschen in naturwissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen angemessen zu schulen. Deshalb werden mittlerweile für Jugendliche verstärkt entsprechende Veranstaltungen angeboten. Vorschul- und Grundschulkinder werden in diesem Zusammenhang weniger bedacht - von einigen "Experimentierstunden" abgesehen, die aber in der Regel keine intensive und gezielte Beschäftigung mit den genannten Themengebieten nach sich ziehen.Neuste Untersuchungen widerlegen nun genau dieses Vorgehen: In der Vorpubertät nämlich (häufig also bereits in der vierten bzw. fünften Klasse) ist gemäß vielfältigen Beobachtungen die Entscheidung über "Lieblingsfächer" getroffen - häufig mit dem Ergebnis, dass sowohl Jungen wie auch Mädchen keinen Bezug zu wirtschaftlichen Fragestellungen und auch nur sehr begrenzt zu naturwissenschaftlichen Themen aufgebaut haben. Eine "Umkehrung" dieser "Entscheidungen" ist später nur in wenigen Fällen - und dann auch nur unter großer Anstrengung und hohen Kosten - zu bewerkstelligen. Anders ausgedrückt: Wenn jemand wirklich ernst damit machen will, Kinder und Jugendliche für die betreffenden Themengebiete zu "öffnen", um auf diese Weise u.a. auch eine entsprechende Berufswahl zu beeinflussen, der muss bei Kindern im Alter zwischen vier und zehn Jahren ansetzen. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die so häufig zu beobachtende Abneigung gegen die "ungeliebten" Fächer erst gar nicht aufkommt: Kinder im beschriebenen Alter - und zwar Mädchen wie Jungen gleichermaßen - haben eine natürliche Neugier, sich mit wirtschaftlichen, naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Wie aber sollte ein solches "Auseinandersetzen" aussehen? Selbstverständlich kann dies nicht durch eine theoretische Wissensvermittlung erfolgen. Vielmehr müssen gerade Kinder zentrale Sachverhalte durch eigenes Tun und Experimentieren nachvollziehen können. Zugleich müssen sie - über das Tun hinaus - angeregt werden, über das Erlebte nachzudenken. Gerade dieses "Nachdenken" verweist darauf, dass kurze, immer mal wieder eingestreute "Experimentierstunden" diesem Anspruch nicht gerecht werden. Wenn Kinder im beschriebenen Alter tatsächlich den so wichtigen Zugriff zu den genannten Fachgebieten erwerben sollen, dann müssen sie die Chance bekommen, das Erlebte immer wieder zu durchdenken, zu wiederholen und so das zentrale Wissen zu festigen. Dies aber ist nur möglich, wenn die Beschäftigung gezielt, geplant und über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgt. Das Problem für eine entsprechende Umsetzung in Grundschulen und Kitas stellt sich an dieser Stelle häufig in der Person der ErzieherInnen und LehrerInnen: Viele von ihnen sind selbst so wenig mit diesen Themen vertraut, dass sie sich eine kontinuierliche und gezielte Beschäftigung nicht vorstellen können. |